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Praktikum in London

Eine prägende Erfahrung im Rahmen des Erasmus+-Programms.

London während des Erasmus+-Praktikums

Im April 2018 begann für mich eine ganz besondere Reise: Ich durfte für mehrere Wochen nach London reisen und dort im Rahmen des europäischen Erasmus+-Programms ein Auslandspraktikum absolvieren. Dabei handelte es sich nicht um eine gewöhnliche Klassenfahrt oder Urlaubsreise, sondern um die Möglichkeit, praktische Berufserfahrungen in einem internationalen Umfeld zu sammeln.

Das Erasmus+-Programm bietet ausgewählten Schülerinnen und Schülern die Gelegenheit, für einen bestimmten Zeitraum im europäischen Ausland zu leben und zu arbeiten. Ziel des Programms ist es, jungen Menschen neue berufliche und persönliche Perspektiven zu eröffnen. Gleichzeitig sollen Fremdsprachenkenntnisse verbessert, interkulturelle Erfahrungen gesammelt und die Selbstständigkeit gefördert werden.

Da ich mich schon damals sehr für andere Länder, neue Kulturen und Fremdsprachen interessierte, war die Teilnahme für mich eine außergewöhnliche Chance. London kannte ich bis zu diesem Zeitpunkt vor allem aus Büchern, Filmen und dem Englischunterricht. Nun hatte ich die Möglichkeit, die britische Hauptstadt selbst kennenzulernen und für mehrere Wochen Teil des dortigen Alltags zu werden.

Die Vorbereitung auf das Auslandspraktikum

Bevor die Reise beginnen konnte, waren einige Vorbereitungen notwendig. Dazu gehörte unter anderem ein Englischtest, mit dem meine vorhandenen Sprachkenntnisse überprüft wurden. Schließlich sollte sichergestellt werden, dass ich mich während meines Praktikums verständigen und die Aufgaben im Unternehmen verstehen konnte.

Nach dem erfolgreichen Test wurde mir ein anspruchsvoller Praktikumsplatz bei Astberry’s Property Services in Kensington vermittelt. Kensington gehört zu den bekannten Stadtteilen Londons und ist unter anderem für seine eindrucksvollen Gebäude, gepflegten Wohnviertel und seine internationale Atmosphäre bekannt. Für mich war es besonders spannend, ausgerechnet dort einen Einblick in die Arbeit eines Immobilienunternehmens zu erhalten.

Mit dem näher rückenden Abreisetermin stieg natürlich auch die Aufregung. Neben der Vorfreude gab es viele Fragen: Wie würde der Arbeitsalltag in einem englischen Unternehmen aussehen? Würde ich mich sprachlich gut verständigen können? Wie schnell würde ich mich in einer so großen und lebendigen Stadt zurechtfinden? Diese Unsicherheit gehörte zu der Erfahrung dazu und machte die Reise umso spannender.

Mein Praktikum bei Astberry’s Property Services

Während meines Praktikums lernte ich verschiedene Bereiche des Arbeitsalltags in einem Immobilienunternehmen kennen. Dabei erhielt ich Einblicke in organisatorische und administrative Abläufe und konnte beobachten, wie Immobilien verwaltet, Angebote bearbeitet und Kundenanfragen betreut werden.

Besonders interessant war für mich, die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen der Arbeitsweise in Deutschland und Großbritannien kennenzulernen. Viele Aufgaben, Gespräche und Abläufe fanden selbstverständlich auf Englisch statt. Dadurch konnte ich meine Sprachkenntnisse nicht nur theoretisch anwenden, sondern in realen beruflichen Situationen einsetzen.

Zu Beginn war es ungewohnt, den gesamten Arbeitstag von der Begrüßung am Morgen bis zu den einzelnen Aufgaben auf Englisch zu erleben. Mit jedem Tag wurde ich jedoch sicherer. Ich lernte neue Begriffe aus der Immobilienbranche kennen, verstand Gespräche immer besser und konnte mich zunehmend selbstständiger einbringen.

Das Praktikum zeigte mir außerdem, wie wichtig Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit und ein freundlicher Umgang mit anderen Menschen im Berufsleben sind. Auch zunächst kleine Aufgaben mussten sorgfältig und gewissenhaft erledigt werden. Dadurch übernahm ich Verantwortung und erhielt einen realistischen Eindruck davon, welche Anforderungen im Arbeitsalltag eines Unternehmens eine Rolle spielen.

Leben und Arbeiten in London

Neben dem Praktikum war auch das Leben in London selbst eine wertvolle Erfahrung. Die Stadt ist international, vielseitig und ständig in Bewegung. Menschen aus den unterschiedlichsten Ländern und Kulturen leben und arbeiten dort zusammen. Diese Vielfalt war an vielen Orten spürbar und machte den Aufenthalt besonders interessant.

Der Alltag in einer fremden Großstadt stellte mich gleichzeitig vor neue Herausforderungen. Ich musste mich orientieren, Wege planen, öffentliche Verkehrsmittel nutzen und meinen Tagesablauf eigenständig organisieren. Gerade diese alltäglichen Situationen trugen dazu bei, dass ich schnell selbstständiger und sicherer wurde.

Auch außerhalb der Arbeitszeit gab es viel zu entdecken. London verbindet bekannte Sehenswürdigkeiten und historische Gebäude mit modernen Stadtvierteln, Geschäften und einer lebendigen Kulturszene. Jeder Tag bot neue Eindrücke und die Gelegenheit, die englische Sprache in unterschiedlichen Situationen anzuwenden.

Dabei wurde mir bewusst, dass man eine Sprache besonders gut lernt, wenn man sie regelmäßig im Alltag verwendet. Gespräche mit Kolleginnen und Kollegen, das Lesen von Hinweisen und Fahrplänen oder alltägliche Begegnungen halfen mir dabei, mein Englisch kontinuierlich zu verbessern. Gleichzeitig verlor ich zunehmend die Hemmung, Fehler zu machen und einfach frei zu sprechen.

Eine wichtige persönliche Erfahrung

Die Zeit in London hat mich sowohl beruflich als auch persönlich geprägt. Ich konnte neue Fertigkeiten erwerben, meine Englischkenntnisse ausbauen und erste Erfahrungen in einem internationalen Arbeitsumfeld sammeln. Noch wichtiger war jedoch die persönliche Entwicklung, die mit dem Aufenthalt verbunden war.

Mehrere Wochen in einem anderen Land zu leben und zu arbeiten bedeutete, die gewohnte Umgebung zu verlassen und sich auf viele neue Situationen einzulassen. Ich musste Verantwortung für mich selbst übernehmen, offen auf andere Menschen zugehen und Herausforderungen eigenständig bewältigen. Dadurch wurde ich selbstbewusster, flexibler und unabhängiger.

Natürlich verlief nicht jeder Moment vollkommen problemlos. Gerade unbekannte Situationen und sprachliche Missverständnisse konnten zunächst herausfordernd sein. Rückblickend waren jedoch genau diese Momente besonders wertvoll. Sie zeigten mir, dass man an neuen Aufgaben wächst und häufig mehr erreichen kann, als man sich zunächst zutraut.

Mein Fazit zum Erasmus+-Aufenthalt

Mein Erasmus+-Praktikum in London war eine einmalige und bereichernde Erfahrung, an die ich mich noch heute gerne zurückerinnere. Die Verbindung aus beruflichem Praktikum, Sprachpraxis und dem Leben in einer internationalen Metropole machte diese Reise zu etwas Besonderem.

Ich lernte nicht nur den Arbeitsalltag eines Immobilienunternehmens kennen, sondern entwickelte mich auch persönlich weiter. Ich übernahm Verantwortung, erweiterte meinen Horizont und sammelte Erfahrungen, die weit über den klassischen Unterricht hinausgingen.

Der Aufenthalt hat mir gezeigt, wie wertvoll es ist, offen für neue Kulturen, Menschen und Herausforderungen zu sein. Programme wie Erasmus+ ermöglichen jungen Menschen, über den eigenen Alltag hinauszublicken und wichtige Erfahrungen für ihre persönliche und berufliche Zukunft zu sammeln.

Für mich war die Reise nach London deshalb weit mehr als nur ein Auslandspraktikum. Sie war ein wichtiger Schritt in Richtung Selbstständigkeit und eine Erfahrung, die meine Sicht auf Sprache, Arbeit und das Leben in anderen Ländern nachhaltig geprägt hat.